Marmolada 2012


Mit Richard

Die Tour zur Marmolada war für mich bereits die vierte Anreise mit dem Rad zu diesem 3000er. Richard konnte aus Zeitgründen leider nur mit dem Auto nachkommen. Gut eine Woche nahm ich mir Zeit, um nach Canazei zu radeln. Während der Anreise wollte ich ursprünglich noch zwei Touren in den Sterzinger Bergen gehen. Nach einem kurzen Gespräch mit den Besitzern des Campingplatzes in Weer entschloß ich mich aber dazu, von Weer aus zwei Touren zu starten.

Der "Gilfert" ist einer der Skitouren-Klassiker in der Region. Von Weer aus radelte ich mit den Skiern auf dem Rücken hoch zur Hausstatt, um von dort aus mit den Skiern auf den Gilfert zu gehen. Eine super Aussicht hat man von dort oben ins Inntal und Zillertal. Eine lohnende Tour auch im Sommer.

Die zweite Tour ging dann zur Haslspitz. Wieder mit den Skiern auf dem Rücken nach Innerst, dann gemütlich hoch zum Gipfel auf fast 2600m. Das Wetter passte auch an diesem Tag, und nach einem kurzen Einkehrschwung in der Weidener Hütte ging es zurück zum Zelt, Material verpacken. Tags drauf sollte es weiter gehen nach Canazei.

Zwei Pässe liegen zwischen Weer und Canazei. Mit gut 90kg Gepäck und sehr viel Seitenwind nicht grad einfach, zumal auf dem Sellapass noch Eisregen das Radeln erschwerte. Über den Brenner ging es ins Etschtal, und weiter ins Grödener Tal hinauf zum Sellapass. Zweieinhalb Tage benötigte ich dafür. Gegen Abend kam dann auch Richard dazu.

Um sechs läutete der Wecker. Frühstücken und los ging es auf den Fedaiapass, um gegen halb acht mit den Skiern zu starten. Nach gut zwei Stunden Aufstieg wurden dann die Skier geschultert und mit Pickel und Steigeisen weiter gegangen. Eine kurze Steilwand von 250 Metern hinauf, weiter Richtung "Punta Penia". Mittag war es, als wir bei Sonnenschein und keiner einzigen Wolke am Himmel das Gipfelkreuz der 3343 Meter hohen Marmolada erreichten. Ein geniales Panorama bot sich uns.

Zwei Stunden genossen wir das Wahnsinns-Panorama. Um 14:00 hieß es dann wieder Skier anschnallen und abfahren. Über die Steilwand seilten wir uns ab. Das große Powdervergnügen blieb leider aus. Bruchharsch bis hinunter zur Bergstation der "Cabinovia"-Bahn. Aber der war schnell vergessen.

Eine schöne Tour. Und nach vier Anläufen hat es endlich geklappt mit der Marmolada

 

 

Berg Heil

 

 

´da Flori 

 

Bilder der Marmolada-Tour