Iditarod Trail Invitational

in Arbeit...



1000 Meilen quer durch Alaska. Fernab jeglicher Zivilisation. Allein auf sich gestellt. Ehrlich gesagt reizte das schon seit dem Yukon Arctic Ultra 2016. Und dies im Zusammenhang mit dem ITI, dem Iditarod Trail Invitational.

Der Iditarod Trail wurde 1908 im Zuge des Goldrauschs gebaut um Güter und Post vom Ozean ins Landesinnere zu transportieren. Heut zu Tage ist der Trail Primär durch das Hundeschlittenrennen bekannt, welches seit 1973 jährlich im März ausgetragen wird. Etwas eher dazu starten aber auch zwei weitere Rennen. Das Iditasport, welches von Fairbanks nach Nome führt, und eben das ITI, welches von Anchorage nach Nome geht. Für mich persönlich stand aber immer fest, daß, wenn ich den Trail anpacke, ich in Anchorage starten will.

Im Februar 2019 war es dann soweit. Endlich nach gut drei Jahren träumen und plane ging es nach Alaska.

Mitte Februar ging der Flieger nach Alaska. Mit an Bord wieder das Fatbike und gut 35 Kilo Ausrüstung, welche aber zum Teil im Hotel geblieben ist. Vor Ort hatte ich noch gut eine Woche Zeit, um mich an Temperaturen und Verhältnisse anzupassen. Aber auch organisatorische Sachen waren noch zu tun. Einkaufen, Equipment überprüfen und Pakete für Postoffice herrichten und verschicken. Speziell letztes ist für die 1000 Meilen durchaus wichtig. Zwar kommt mann immer wieder durch Ortschaften durch, wo man auch Lebensmittel usw. einkaufen kann, aber ein paar andere Sachen voraus zu schicken kann nicht schaden.

Dass man bei solchen Events immer wieder auf bekannte Gesichter stoßt liegt auf der Hand. Mit Tobial Boss und Ronnie Carrara war ich bereits 2017 beim Rovaniemi - Arctic Winter Race am Start. Immer wieder eine Freude bekannte Gesichter zu sehen und kleine Trainingsrunden zu drehen.

Trotzdem war der Zeitplan vor Start straff. Einweisung zum Rennen selber, immer wieder Equipment und Bike überprüfen. Bis ins kleinste Detail.

Ende Februar war es dann soweit. Mit einem Shuttlebus ging es zum Start nach Wassil, welches gut 1,5h nördlich von Anchorage liegt.

Dort gab es noch einen letzten Burger, bevor es dann in Richtung Wildniss ging. Und es ging gleich mal gut los. Bereits nach 3 Meilen der erste Verfahrer. Wenn alle links abbiegen fahr ich natürlich gerade aus. Und Ronnie und Erika van Meter, auch wie Ronnie eine 350 Meilen Starterin, hinterher. Natürlich gleich ein guter Einstand. Nur noch 997 Meilen, an denen ich nach Möglichkeit nicht falsch fahren sollte.

Nach etwas Suchen fanden wir aber sehr schnell wieder zurück auf die ursprüngliche Route.

Wie schon im Yukon kam mit der Nacht die Kälte. Wärend das ITI bei ca -15 Grad startete wurde es mit der Nacht zwischen -25 und -32 Grad kalt. Um so wichtiger, dass die ganze Ausrüstung funktioniert. Auf dem Iditarod Trail ist man weit weg von allem. Allein in dieser Nacht musste ich zwei mal erste Hilfe für stark unterkühlte Racer leisten. Natürlich hilft man sich gegenseitig, aber man muß trotzdem die eigene Sicherheit immer im Auge behalten. Leider war es speziell im zweiten Fall einfach schlechte Vorbereitung. Mitten in der Wildniss fest zu stellen, dass der Benzin-Kocher nicht geht kann tödlich enden.

So erreichte ich mit gut 3 Stunden Verspätung dann den ersten Checkpoint.

Gerade einmal eine Stunde schlaf und weiter ging es bei -25 Grad.


Diashow zum ITI